New Business Podcast

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00:00:04: Ein herzliches Willkommen zum Bucher New Business Advice Podcast, dem Podcast rund um das Thema Neukundengeschäft und Agenturpositionierung.

00:00:20: Wir kommen zu diesem Podcast dieses, das zweite Gespräch mit Frank-Peter Lorz der bis vor kurzem noch Dachverantwortlicher der Publisiersgruppe war.

00:00:30: Viel Spaß!

00:00:31: Und da machen wir jetzt weiter?

00:00:32: Genau Ja, du hast aber damit auch recht.

00:00:35: Ich würde sagen das ist der zweite Gamechanger gewesen für die Publisist.

00:00:38: Das eine ist tatsächlich die Investition, Rechtszeicheninvestition nicht mehr in das alte Kerngeschäft sondern im zukunftsfähigeres Geschäft und das Zweite ist eben das Pokémon-Modell.

00:00:52: Man wem

00:00:53: gab es denn diesen Impuls?

00:00:56: Weil wenn man sowas macht geht ja nicht über Nacht.

00:01:00: Nein, das ist natürlich global gekommen.

00:01:02: Also ich weiß jetzt nicht bei welcher Gelegenheit es damals die Führung in Paris sich überlegt hat – das weiß ich nicht!

00:01:17: Es ging ja auch im Großen und Ganzen in zwei Steps von Stappen.

00:01:21: Man hat zuerst alle Medienagenturen zusammengeführt und dann hat man alle Nicht-Media-Agenturen zusammen geführt die beiden Säulen wieder zusammengeführt.

00:01:32: Aber ja, genau ich weiß nicht wann das kam aber es wurde dann mit sehr großer Konsequenz und das wird tatsächlich eine eigene Session im Verbrauch mit sehr großen Konsequenten umgesetzt.

00:01:48: also das war auch ein radikaler Bruch mit allem was man bis dato für normal und vielleicht über den einzigen Weg gehalten hat.

00:01:58: Aber das muss doch, ich will nicht sagen zu massiven, aber zur Widerstände geführt haben weil all die Fürsten, die man da so kennt, die haben ja eigentlich erstmal keine Interesse daran gehabt oder?

00:02:16: Genau also sind wir doch schon im Thema.

00:02:20: dann was wurde damals gemacht als dieses Power One Modell eingeführt worden ist?

00:02:25: Bis dato waren die Püplises genauso organisiert wie alle anderen großen Holding-Campbellism.

00:02:30: Da sahen die verschiedenen Agenturen Networks einfach an der Holding aufgehangen und sie haben vor sich hin gearbeitet.

00:02:37: Und ich habe teilweise auch in einem Bettbewerb zueinander gestanden, um gleichen Kunden und Tasse nicht gesehen...

00:02:42: Haben noch Agenturen aus dem gleichen Network gegeneinander gepitscht?

00:02:45: Natürlich klar!

00:02:47: Natürlich klar oder ich weiß das nur ganz genau.

00:02:51: da hatte Hatten die Mediathe in den gleichen Kunden wie, sagen wir mal eine Nassaci?

00:02:57: Aber man hat trotzdem nicht auf dem Kunden zusammengearbeitet.

00:03:01: Man hat gesagt, man hat sich ignoriert gegenseitig und der Kunde hat immer da gesessen und gesagt Leute ihr seid doch vom gleichen Netzwerk!

00:03:07: Ihr müsst auch mal zusammenarbeiten.

00:03:11: Und alle haben gesagt nö.

00:03:14: Das hört sich verrückt an aber so war es einfach.

00:03:20: Genau, es wurde mit äußester Konsequenz vorangetrieben.

00:03:23: Was heißt das zum Beispiel?

00:03:25: Also ich bleibe jetzt mal in der Publicis-Welt, da gab's Nezachi.

00:03:28: Das ist ein globales Netzwerk und natürlich hat man seine eigene globale Organisation Mit seinem Headquarter in London.

00:03:37: Und dann gab's eine Leo Benett Inhalt der Publicist Kreativagentur macht genauso gleich wie Nezaci im Grunde genommen Globales Netzwerke, Headquarter im Chicago Und mit allem, was dazugehört in einem globalen Netzwerk.

00:03:53: Mit allen verschiedenen Ebenen und Hassemics bis hin zum Headquarter.

00:04:00: Und die Gruppe hat, um das mal einfach nur plastisch darzustellen, was die Publis ist gemacht hat, gesagt, okay wenn ich Power One einführe... Ich kriege ja diese Netzwerke einmal selbstbewusst sein!

00:04:14: Und ich krieg die Headquarter nie dazu, dass sie wirklich zusammenarbeiten werden.

00:04:18: Chicago und London Das geht nicht.

00:04:20: Also hat man gesagt, man hat all diese ebenen globalen Ebenen rausgenommen und auch die lokalen Berichtslinien oder die komplette Berichtsliege wenn man so will der einzelnen Agenturen an den lokalten Publisist-Gruppchefen gangen zu hundert Prozent.

00:04:36: das heißt der Saatsche Chef hatte keine Berichts Linie mehr nach London Der Leobenett Chef hatte kein Berichts Liene mehr nach Chicago.

00:04:43: das existierte gar nicht mehr.

00:04:44: es existierte nur noch eine BerichtsLinie dass jeweils zu dem Lokalen.

00:04:49: Das ist grob Chef.

00:04:49: Aber was haben denn die Kollegen in Chicago dazu gesagt?

00:04:52: Die waren doch darüber nicht begeistert.

00:04:55: Naja, das war eben... das nennt man halt an vielleicht auch eine Transformation.

00:04:59: Ja, die ein oder anderen haben vielleicht sich innerhalb der Gruppe einen neuen Job gesucht oder bekommen und andere sind natürlich auch verlustig gegangen.

00:05:12: Deswegen, es war schon ein sehr harter, sehr radikaler Einschnitt, der da stattgefunden hat.

00:05:21: In der Sekunde, wo alle nur noch einen Chef hatten – in der Dachregion war ich das – und man dann auch noch alles in eine Pinel geführt hat, saßen plötzlich alle im gleichen Boot.

00:05:36: Egal ob es Media war oder Sachi, Leo war, egal ob sie Digitalagentur war, alle saßen den gleichen Boot und wussten entweder wir schaffen das jetzt hier gemeinsam und es wird nur einkäppten.

00:05:53: Und

00:05:53: das Untergehen, die Amt vom Untergehen hat's dann gerettet oder?

00:05:57: Nein, nein!

00:05:58: Es war natürlich schon so.

00:06:00: im Nachhinein ist auch alles gut ausgegangen.

00:06:06: aber ich behaupte mal auch selbst in Paris, als man das Eingeführt hat und umgesetzt hat sich schon gefragt geht dass ein Ende gut aus.

00:06:15: Das war eine Wette auf die Zukunft.

00:06:17: Auf ein neues Modell Ja, das Anders ist als alles was man bis dato bemerkante und gelernt hatte.

00:06:25: Wie ist denn das?

00:06:28: Keine Frage wie ist denn dass bei Kunden angekommen?

00:06:32: weil wenn ich irgendwie intern silos auflöse und es hört sich ja da nach an dann darf eine Agentur dafür grundsätzlich nicht schneller sein als eine Kundenstruktur oder als Kunden.

00:06:50: Eine Agentur muss immer schneller sein als der Kunde, sonst hat die Agentur ihre Lebensberechtigung verloren.

00:06:58: Also warum?

00:06:59: Das glaube ich jetzt aber wirklich nicht!

00:07:03: Ich glaube wenn eine Agentur zu schnell ist mit dem was sie vorschlägt und an Strukturen vorstellt, an dem was Sie ansidus einhaut und Kunden kommen da nicht Oder sind das nicht langsamer?

00:07:18: Dann wird es schwierig.

00:07:20: Ich geb dir recht, wenn's um die Impulse geht, wenn du das meinst.

00:07:25: Du hast ja Recht!

00:07:26: Aber grundsätzlich ist es schon so... Die Agentur muss einfach immer schneller sein als der Kunde.

00:07:32: Die Organisation muss flexibler sein und sich an Veränderung schneller anpassen.

00:07:38: Weil der kundeklassischerweise ist der Kunder aufgrund seiner Strukturen irgendwo auch gehandicapt.

00:07:47: Und eine Agentur sollte immer schneller sein als der Kunde.

00:07:50: Schneller auf neue Bedingungen sich anpassen, schnellere Veränderung von Fähigkeiten umsetzen können

00:07:58: etc.,

00:07:58: pp verliert die Agentur das und der kunde wird schneller.

00:08:03: und wir hatten diese Phasen durchaus auch alle in unserer Branche, dass gewisse Kunden plötzlich schneller wurden als die Agenturen.

00:08:11: Und da merkte man plötzlich dann gekommen hat die Diskussion auch beim Kunden auf, das sagt der Kunde irgendwann mal für bräuchten überhaupt noch eine Agentur.

00:08:17: Die ist ja nicht mehr schneller als ich.

00:08:20: Also diese Situation gab es übrigens auch, die auch viel diskutiert worden sind und deshalb bis heute noch in der Startup Culture arbeiten kaum mit den großen Agenturen zu sagen, weil die sagen sie sind ja lachsamer als wir.

00:08:33: Aber jetzt zurück du hast natürlich recht man darf den Kunden nicht überfordern.

00:08:37: Ja aber es war auch nie.

00:08:39: zum Beispiel in diesem Power One Modell war es nie die Kernidee dass der Kunde jetzt alles von der Publisist kaufen muss.

00:08:50: das war nicht die Idee.

00:08:54: Das war nicht damit auch nicht sondern meine Frage ist eher zu sagen Strukturen von Agenturen und Kunden sind ja oft gleich, gerade wenn ich so hierarchische Sachen mir anschaue.

00:09:09: Wenn ich jetzt sage, ich reiste es aber auf Agenturseite ein, dann stellt sich für mich die Frage, finden Kunden noch die richtigen Ansprechpartner?

00:09:21: oder wie funktioniert das überhaupt?

00:09:23: nur von den Strukturen und von dem Prozess?

00:09:26: Das stimmt natürlich.

00:09:27: Du musst natürlich das richtige Modell bauen, ne?

00:09:29: Also die sind ja jetzt nicht hingegangen und haben also auf dem lokalen Raum gab es ja noch eine Saatschöne-Leovenet-Organisation.

00:09:38: Und ein Starcom und eine Sennisorganisation auch mit einem entsprechenden CEO.

00:09:42: Das gab's ja noch!

00:09:43: Also erst einmal in der direkten Kommunikation, in welchen Ansprechpartner habe ich als Kunde ändert das erstmal gar nix.

00:09:56: So, da bleibt man erstmal auf Stabilität.

00:09:58: Wenn wir dem Kunden dann aber und das ist schon kein Geschenk was man da bekommt vom Kunden.

00:10:04: Man muss seinem Kunden beweisen dass er Vorteile dadurch hat ja, dass wir also die Mediabentur mit der Kreativagentur zusammenarbeiten Ja?

00:10:18: Auf den Kunden Und dass er dadurch Vorteile hat.

00:10:21: Zuerst einmal war es eine Aufgabe die lag bei uns dem Kunden zu beweisen, dass er da durch Vorteile

00:10:28: hat.

00:10:29: Mit welchen Kunden beginnt man denn da?

00:10:35: Da pick ich mir ja nicht durch Zufall irgendwas aus oder?

00:10:39: Sie fangen mit den Kunden natürlich an wo sie schon eine Geschäftsbeziehung haben die man nicht nur eine Agentur betrifft.

00:10:53: Das ist das, was ich am Anfang sagte.

00:10:54: Wir hatten ja durchaus als große Gruppe schon Kunden, da hat die Kreativagentur fürgearbeitet und die Mediagenture verarbeitet.

00:10:59: Da hat die Digital-Agentur für gearbeitet und die Markenagentura arbeitete.

00:11:05: Aber man hat nicht untereinander gearbeitet.

00:11:07: aber nehmen sich als erstes natürlich so eine Konstellation weil die Bedingungen schon mal gut sind den Kunden zu zeigen Ganz natürlich, ganz organisch.

00:11:18: Wir arbeiten jetzt zusammen und guck mal welchen Mehrwert der es für dich bringt.

00:11:23: Und das muss man sich erstmal beweisen.

00:11:24: Das müssen Sie dann auch intern sehr viel arbeiten.

00:11:27: eben auch die kollaborative Struktur müssen sie natürlich fördern.

00:11:33: Man muss Prozesse vereinheitlichen, man muss die richtigen Leute finden, das hat ja auch wie ein People Transformation-Thema.

00:11:44: Die bereit sind über ihre bisherigen Grenzen hinauszudenken und Bock darauf haben mit einem anderen zuzulockieren.

00:11:58: Das alles muss gemacht werden.

00:11:59: Wie

00:11:59: redet man miteinander?

00:12:01: Genau!

00:12:03: Komplett andere Sprache.

00:12:07: Da haben sie auch ganz unterschiedliche Sprachen, ganz unterschiedlichen Denkenmodelle.

00:12:11: Sie haben die Medienleute sehr pragmatisch.

00:12:14: Die Medienleuten laufen einfach los und sagen, wo ist das Business?

00:12:17: Drauf!

00:12:17: Und da haben wir andere Leute innerhalb des Ganzen so einer Konstruktion... Da wird erstes verkauft.

00:12:28: Ist aber gut, es ist richtig dass sich solche Leute aus gewissen Agenturen Angeboten, die Leute, die dort arbeiten.

00:12:39: Ja aber sie müssen hier alle die Offenheit haben zu sagen wir reden miteinander und versuchen sich zu verstehen.

00:12:45: Das muss man natürlich.

00:12:46: das muss man Natürlich

00:12:48: nicht so ganz einfach.

00:12:49: Nein das war auch nicht einfach dass muss man fordern und fördern.

00:12:54: Hilfestellung ist natürlich auf jeden Fall also eines eben Man sucht sich erst mal Kunden aus wo man schon mit mehreren Agenturen irgendwie unterwegs ist.

00:13:03: Wie übt man die Zusammenarbeit da?

00:13:06: Ist sie von Anfang an doll gewesen und war das dann sofort für den Kunden erfolgt, also sichtbar was eher ein Mehrwert aus dieser Zusammenarbeit hat.

00:13:18: Nein!

00:13:19: Das muss man dran bleiben, das muss man immer wieder üben.

00:13:24: und hast ihn nicht gesehen.

00:13:26: aber nach einer gewissen Zeit merkte man schon es wird besser und es funktioniert wie in der Dachregion, aber auch in allen anderen Märkten.

00:13:35: Das war, sag ich dir Wahnsinn!

00:13:38: Wie plötzlich das organische Wachstum aus diesem gemeinsamen kollaborativen Ansätzen kam.

00:13:50: Das hat eine Dynamik entfacht und wenn man sieht es funktioniert... Wenn man sieht, kommt eine Dynamika raus dann hat man wie immer im Leben plötzlich ganz viele Fans davon.

00:14:03: Also ich sage, man muss das Ding erfolgreich machen und wenn es erfolgreich ist dann hat's auch viele Fans.

00:14:09: Dann kommen die Leute von alleine und machen uns mit.

00:14:12: Ja, das haben wir ja auch bei den anderen Network-Agenturen gesehen, die ja dann endlich versuchen oder probiert haben?

00:14:21: Genau!

00:14:24: Jeder versucht das ja jetzt auf seine Art und Weise, das zu machen.

00:14:27: Und das ist auch gut so.

00:14:29: Jeder muss gucken... ...und auch ein Püblisismus ihr System ständig weiterentwickeln.

00:14:36: Die Püblises macht es jetzt seit... Das Power One-Modell gibt's jetzt seit acht Jahren Und das muss ich sicherlich auch überlegen, wie es weiterentwickelt.

00:14:44: Anderfang jetzt ist an dich entsprechend neu zu organisieren und auszurichten... ...und da findet jeder sein eigenes Modell zu oder so richtig so.

00:14:54: Das muss auch so sein!

00:14:55: Aber die große Richtung ist sicherlich heute bei allen Netzwerken die gleiche.

00:15:04: Hast

00:15:04: du noch zehn Minuten der Viertelstunde Zeit?

00:15:06: Dann würde ich mit dir noch schrecktig gerne über das Thema Pitchkultur sprechen.

00:15:17: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:15:19: Über Feedback an highcoreatburak.de freue ich mich!

Über diesen Podcast

In diesem Podcast dreht sich alles um das Neugeschäft von Agenturen. Dazu spreche ich mit Entscheidern eben aus Agenturen, aber auch Marketingleiter und Einkäufer kommen zu Wort.

von und mit Heiko Burrack

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